Die Überarbeitung des Raumordnungsplans, die Vermarktung von Leerstandsflächen und Betriebsgebieten oder das aktuelle Bürgerbeteiligungsprojekt zur Neugestaltung des Zentrums – als Stadt haben Sie viele wichtige Themen zu kommunizieren. Doch damit Ihre Botschaft auch bei den Bürger*innen ankommt, reichen klassische Inserate, das leicht verstaubte Amtsblatt oder der Webbeitrag alleine längst nicht mehr aus.

Im schnelllebigen digitalen Zeitalter gibt es kein Medium mehr, das die Bevölkerung flächendeckend erreicht. Der Medienkonsum verteilt sich auf unterschiedliche Kanäle mit unterschiedlichen Zielgruppen, die sich eine jeweils auf Sie zugeschnittene Ansprache mit passgenauen Inhalten erwarten.

Das stellt die kommunale Kommunikation und das Stadtmarketing vor große Herausforderungen. Will man als Stadt den digitalen Medienwandel bewältigen, braucht es einen organisatorischen Rahmen, der Marketing und Kommunikation zusammen denkt und sich an Themen orientiert und nicht an Kanälen. Das Newsroom-Modell mit seiner crossmedialen Steuerungseinheit sieht genau das vor.

Der Newsroom beginnt im Kopf

Das Prinzip des Newsrooms ist in der Presse bereits ein gängiges Modell. Doch auch Städte greifen nach und nach auf dieses Modell zurück, um Kommunikation und Marketing zu organisieren. „Der Newsroom beginnt im Kopf“ so Christoph Moss, Begründer des Corporate Newsroom. Er ist weder an einen Raum noch an eine bestimmte Größe gebunden. Vielmehr handelt es sich um ein Denk- und Organisationsmodell, das dabei hilft, die interne und externe Kommunikation zu steuern, sich auf zentrale Themen zu fokussieren und so zu einer besseren Positionierung der Stadt beizutragen.

Im Archetyp sieht der Newsroom vier zentrale Rollen vor:

Das Strategieteam kümmert sich um die strategische Kommunikationsarbeit, das große Ganze. Es ist für die Planung, Steuerung und Kontrolle von Themen verantwortlich und liefert Ideen für die Themenmanager*innen. Diese wiederum vereinen die inhaltliche Fachkompetenz. Sie sind in enger Abstimmung mit den jeweiligen Fachbereichen und bearbeiten, recherchieren und produzieren Content. Ihnen gegenüber stehen die Medienmanager*innen, die für die Ausspielung der Inhalte auf den diversen Kanälen wie Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn, Blogs oder in Printmedien verantwortlich sind. Sie kennen ihre Zielgruppen genau und wissen, welches Thema sich für welches Medium eignet. Koordiniert werden beide Stellen von einem Chef bzw. einer Chefin vom Dienst, der oder die die operative Kommunikationsarbeit leitet.

So viel zur Theorie. In der Praxis sieht das für Städte und Gemeinden natürlich etwas anders aus. In den meisten Fällen fehlen einfach die finanziellen und personellen Ressourcen, um einen Newsroom, wie er im Buche steht, einzuführen. Daher bedarf es hier eines speziellen Konzepts, wie man in Personalunion all diese Aufgaben organisieren und erledigen kann. UND dabei beraten wir Sie gerne.

Schneller, effizienter, zielgenauer – so profitieren Sie als Stadt vom Newsroom

Wir möchten Ihnen hier keinen Bären aufbinden. Die Einrichtung eines Newsrooms ist aufwendig und passiert nicht von heute auf morgen. Langfristig betrachtet bringt das Zusammenarbeiten sämtlicher Kommunikationsverantwortlicher mit einer klaren strategischen Ausrichtung jedoch eine enorme Arbeitserleichterung. Durch das Zusammenwirken von Öffentlichkeitsarbeit und Marketing mit spezialisiertem Input aus den jeweiligen Fachabteilungen können Synergien viel besser genutzt werden. Man bestimmt gemeinsam, wohin die Reise gehen soll. Welche Themen in welche übergeordneten Botschaften einzahlen. Wann diese wo ausgespielt werden und wie sie dafür aufbereitet werden müssen. Kurzum, der Newsroom eignet sich besonders gut, um Ziele zu definieren und Maßnahmen zu planen.

Angesichts des explosionsartigen Anstiegs von Social-Media-Plattformen können Städte und Gemeinden unmöglich alle Kanäle gleichzeitig bedienen. Sie müssen weder wie besessen auf TikTok tanzen noch auf Twitter (neuerdings X) zwitschern. Vielmehr geht es darum, zu verstehen, welche Zielgruppe auf welchen Kanälen aktiv ist und wie man Themen adäquat dafür aufbereitet. Eine Fokussierung auf einige wenige Kanäle ist durchaus sinnvoll, wenn die Qualität der Inhalte dafür passt. Sie sollten aber Veränderungen und Trends in den sozialen Medien mit einem wachsamen Auge beobachten, damit Sie schnell auf Veränderungen reagieren können.

Wir unterstützen Sie beim Aufbau Ihres kommunalen Newsrooms

Gemeinsam stellen wir Ihre Kommunikation auf neue Beine und beraten Sie bei der Organisations- und Prozessentwicklung. In Workshops und Schulungen sorgen wir für den Aufbau der nötigen Skills, analysieren Ihre Themen, Zielgruppen und Kanäle und helfen bei der Fokussierung. Auch unterstützen wir Sie dabei, den Aufbau und die Struktur Ihrer Stadtwebsite zu verbessern und zu einem themen- und zielgruppenorientierten Stadtportal weiterzuentwickeln.

Mag. Karl Hintermeier

Experte für Stadtmarken & Standortpositionierung

T: ‭+43 669 19338313‬

karl@message.at

Weitere Insights zum Thema

Müllfahrzeug im Stadtbild als Symbol für kommunale Dienstleistungen – das Bild steht im Kontext einer transparenten Strategie, um Gebührenerhöhungen verständlich zu kommunizieren.

Gebührenerhöhung kommunizieren ohne Shitstorm

Notwendige Erhöhungen gut zu erklären, zählt zur Königsdisziplin in der kommunalen Kommunikation. Wer frühzeitig informiert, verständlich visualisiert und den Dialog sucht, kann selbst heikle Themen konstruktiv vermitteln.

96
0
Illustration zur Weihnachts-Journey als kreative Weihnachtsmessage: Drei Figuren schmücken gemeinsam einen Weihnachtsbaum – mit Humor, Geschenken und Stadtgefühl. Frohe Weihnachten von message – The Art of Celebrating Christmas Time.

Die „Weihnachts-Journey“ Ihrer Bürger*innen verstehen

Auch heuer haben wir etwas für Ihre Lachmuskeln und die Wall-of-Fame im Office vorbereitet: die message „X-mas-Journey“ – alias Customer Journey – damit Sie auch wirklich die Weihnachtswünsche ALLER verstehen.
Und ein Gewinnspiel gibt’s auch!

37
0
Enikö Varga (message) und Thomas Schaffer-Leitner (Stadt Kapfenberg) im message.TALK über ihre Eindrücke von der City Nation Place in London

KI im Placebranding: Costa Rica, Niederlande und mehr internationale Trends

Wir sprachen mit Enikő Kulcsár-Varga, Urban Brand Designerin bei message, und Thomas Schaffer-Leitner, Head of Standortmanagement und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtgemeinde Kapfenberg über ihre Konferenzhighlights aus London.

37
0
Out-of-Home-Werbesujet der Tullner Adventkampagne mit Glühweintasse, Duftbotschaft und Claim „Heiß und duftend“ – saisonale Stadtmarketingmaßnahme im Winter.

Die Marke Advent – stimmungsvolles Eventbranding für ihre Stadt

Die festlichste Zeit des Jahres ist naturgemäß mit besonders hohen Erwartungen verbunden. Und weil dem so ist, geht gerade die eigene Bevölkerung mit der Adventsinszenierung der Heimatgemeinde besonders kritisch ins Gericht. Polieren Sie Ihre Adventmarke etwas auf, damit alles schön glitzert und die Augen leuchten.

46
0
Frau mit Strohhut hält frische Kräuter vor einer Gemüseauslage am Wochenmarkt Neulengbach. Im Vordergrund ist das Marktlogo mit Schaf und Schriftzug prominent zu sehen.

Wochenmarkt Neulengbach

Wie ein Wochenmarkt neue Zielgruppen ins Stadtzentrum bringen kann. Insights und Learnings für Ihr Stadtmarketing am Beispiel des neuen Wochenmarkts in Neulengbach.

46
0
Farbcodierte Infografik zu Öffi-Ausbau, Radweg-Offensive und Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur der Stadt Wien – Bürgerinformation und Fortschrittsbilanz für moderne Mobilität.

Mit Infografiken eindrucksvoll Bilanz ziehen

So setzen Sie Ihre Jahresbilanz in Szene und zeigen imagewirksam die Leistungen Ihrer Gemeinde auf. Und zwar auf allen Kanälen – vom Artikel in der Gemeindezeitung bis zum großen Neujahrsempfang für Ihre Bürger*innen.

49
0
Portrait von Petra Fleck als Gastrednerin in messageTALKS zum Thema integrierte Stadtkommunikation.

Integrierte Stadtkommunikation

Wir sprachen mit Mag.a Petra Fleck, Leiterin der Stadtkommunikation in Weiz, über die Vorteile einer integrierten Kommunikation, die Fachabteilungen und Subunternehmen einschließt, um so Leitthemen der Stadt sichtbarer zu positionieren.

43
0
Blick über die Altstadt von Tallinn mit mittelalterlichen Türmen, roten Dächern und Kirchturm – Konferenzort der PlaceXNordic 2024 für Place Branding und Stadtmarken.

PLACE×Nordic 2024

Das message–Duo Karl Hintermeier und Claas Bischof waren zu Gast bei der PLACExNordic in Tallinn und servierten zu unserem Frühstückstalk ihre Highlights der Konferenz.

46
0
Porträtbild von Susanne Hauptmann und Annemarie Bauer, zweier Frauen in Spitzenpositionen

Frauenpower für Stadt und Land

Anlässlich des internationalen Frauentages sprachen wir mit Annemarie Bauer, Stadtamtsdirektorin Neulengbach, und Susanna Hauptmann, Geschäftsführerin Radland NÖ, über die Herausforderungen als weiblicher Führungskräfte

48
0
Blick in die Ideenwerkstatt in Neulengbach, ein Beteiligungsformat zur Partizipation der Bürger*innen mit Stadtkarte, Visionboard und interaktiven Tools zur Mitgestaltung.

Partizipation hoch 3: coole Lösungen für heiße Themen

Bedeutende Vorhaben werden in der Gemeinde natürlich hitzig diskutiert. Soll der Diskurs sachlich, konstruktiv und positiv verlaufen, ist aktive Bürger*innenkommunikation entscheidend – und zwar von Anfang an.

45
0