Sie haben die Gebühren für Wasser, Abwasser, Müll oder Aufschließungen seit Jahren nicht angepasst? Eigentlich wäre es längst überfällig – aber wie, ohne böse Blicke zu ernten und Empörung zu kassieren?
Die Wahrheit ist: Niemand wird Sie dafür lieben. Aber: mit der richtigen Kommunikationskampagne können Sie den Boden aufbereiten und um Verständnis werben.
Was tun, wenn es finanziell ernst wird und kommunikativ heikel?
Gebührenanpassungen sind politisch ein Minenfeld: Sie bringen kurzfristig Kritik, langfristig aber handlungsfähige Gemeinden.
Leider denkt kaum jemand an alternden Leitungen, überlasteten Systemen oder den steigenden Entsorgungsbedarf bei wachsenden Gemeinden, bis dann das Regenwasser nicht mehr richtig abläuft, der Kanal überläuft oder die Müllentsorgung zunehmend an ihre Grenzen stößt.
Der Schlüssel liegt deshalb in Proaktivität und einem kommunikativen Kampagnenplan, der Fakten sichtbar und Zusammenhänge verständlich macht. Wer frühzeitig erklärt, wie Gebühren mit Lebensqualität und Versorgungssicherheit zusammenhängen, sorgt für mehr Verständnis und weniger Widerstand.

So kommunizieren Sie die notwendige Gebührenerhöhungen in 4 Schritten:
Eine klug geplante Kommunikationskampagne schafft Verständnis, Transparenz und im besten Fall sogar Zustimmung. Doch wie gelingt das konkret? Wir haben für Sie die wesentlichsten Punkte zusammengefasst.
1. Ausgangslage sichtbar machen – mit Fakten statt Bauchgefühl
Viele Bürger*innen wissen schlicht nicht, wie lange Gebühren schon konstant geblieben sind oder wie hoch die tatsächlichen Instandhaltungskosten sind.
Deshalb: Zahlen zeigen, Entwicklungen einordnen und zwar so, dass man sie leicht versteht. Dabei helfen etwa Infografiken zur Gebührenentwicklung, ein einfach lesbares Kosten-Dashboard für die letzten 10 Jahre oder ein visueller Vergleich mit anderen Gemeinden. Wichtig ist: Verständlichkeit vor Fachlichkeit.
2. Orientierung geben und Nutzen zeigen – wofür wird das Geld gebraucht
Etwa durch eine grafische Aufschlüsselung von Infrastrukturkosten oder eine Projektübersichtskarten, die alle aktuellen und geplanten Projekte geografisch verortet und das Gesamtbild, statt einzelner Maßnahmen, zeigt. Auch kleine Storytelling-Formate, die beispielsweise erklären, wie aus der Abwassergebühr saubere Flüsse entstehen, helfen dabei den Kontext besser zu versteh und Verständnis bei ihren Bürger*innen zu erzeugen.
3. In den Dialog treten und Beteiligung ermöglichen
Wer frühzeitig ins Gespräch geht, schafft Vertrauen. Kritische Stimmen wird es so oder so geben, wer aber den Raum für anderen Meinungen öffnet und in den Dialog tritt, entnimmt der Kritik oftmals die Schärfe.
Ob bei einem Informationsabend, per Livestream mit Q&A, am Marktplatzstand mit Faktenfolder, über eine Online-Umfrage zur Wahrnehmung kommunaler Dienstleistungen oder über einen QR-Codes auf Bauzäunen „Hier fließt Ihre Infrastrukturabgabe“, wer transparent kommuniziert stärkt die Glaubwürdigkeit.
4. Entscheidungen mit Haltung kommunizieren
Wenn die Entscheidung steht, geht es darum, sie selbstbewusst, emphatisch und nachvollziehbar zu kommunizieren. Nicht verstecken, sondern verständlich machen.
Ein kurzes Videostatement des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin auf Social-Media, ein lesbarer Folder mit Fakten und Zielen oder ein einfaches „Wohin fließt mein Geld?“-Plakat machen klar: Diese Gemeinde erhält die Lebensqualität und übernimmt Verantwortung, auch wenn es etwas kostet.
Unser Fazit: Auch Gebührenpolitik kann sympathisch sein
Wer offen kommuniziert, mit visualisierten Fakten, klaren Aussagen und ehrlicher Haltung, kann selbst unpopuläre Maßnahmen in respektvolle Dialoge verwandeln.
Mit den richtigen Storytelling-Formaten, einem ansprechenden Design und konsequentem Wording wird aus Gebührenkommunikation ein kommunaler Vertrauensbeweis.
Wir fassen auch heiße Eisen an!
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Mag. Karl Hintermeier
Experte für Stadtmarken & Standortpositionierung
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