Blick in die Ideenwerkstatt in Neulengbach, ein Beteiligungsformat zur Partizipation der Bürger*innen mit Stadtkarte, Visionboard und interaktiven Tools zur Mitgestaltung.
STADTKOMMUNIKATION – BÜRGER*INNENBETEILIGUNG

Partizipation hoch 3: coole Lösungen für heiße Themen

Bedeutende Vorhaben werden in der Gemeinde natürlich hitzig diskutiert. Soll der Diskurs sachlich, konstruktiv und positiv verlaufen, ist aktive Bürger*innenkommunikation entscheidend – und zwar von Anfang an.

Ganz egal, was Sie in Ihrer Gemeinde anpacken – ob ein größeres Bauvorhaben, neue Regelungen in der Raumordnung oder neue Verkehrs- und Parkraumlösungen –, ein paar Querulant*innen wird es immer geben. Diskutiert wird in der Regel hitzig und selten sachlich. Und schon längst nicht mehr nur am Stammtisch, sondern reichweitenstark und emotional aufgeheizt auf Social Media. Gefährliches Halbwissen mit verkürzten Botschaften und Halbinformationen dominieren die Postings – die offizielle Information bleibt zumeist eine unter vielen.

Gemeinsam gestalten – gehen wir in die positive Offensive

Bürger*innen zu Beteiligten machen – das ist der Schlüssel für eine konstruktive Stimmung gegenüber Veränderungen. Denn klar: Neues wird nicht von jeder und jedem von Anfang an positiv gesehen. Es macht jedoch einen Riesenunterschied, ob die Betroffenen an einer Veränderung mitwirken können. Und ob sie die Möglichkeit haben, von Beginn an Bedürfnisse, Überlegungen und auch Vorbehalte einzubringen – oder eben nicht.

Wir waren so frei und haben aus den vielen Partizipationsprojekten, die wir bislang begleiten durften, einige zentrale Erfolgsfaktoren für Sie zusammengetragen:

Dem Projekt einen Raum geben: Ideenwerkstatt und Stadtlabor

Machen wir Ihr Projekt so richtig sichtbar! Eine Ideenwerkstatt oder ein Stadtlabor an einem gut sichtbaren, präsenten Ort wird zum Kristallisationspunkt des gesamten Projektes. Hier können Ideen eingebracht und diskutiert werden. Ein Stadtlabor ist ein ausgezeichneter Ort für Wissenstransfer. Oder Sie laden zu thematisch passenden Workshops in Ihre Ideenwerkstatt. Und Sie können natürlich auch kleine Events veranstalten. Der Vorteil: Wir schaffen den passenden Rahmen für konstruktiven, wertschätzenden Diskurs. Ein leerstehendes Lokal ist ein willkommener Ort. Aber natürlich eignen sich auch temporäre Räume (z.B. ein hipper Container) oder Veranstaltungs- und Vereinslokale. Wichtig: Der Raum muss öffentlich präsent, sichtbar und offen zugänglich sein. Eine Ideenwerkstatt im Rathaus mag zwar verlockend sein, ist aber weder ein neutraler Raum noch offensiv genug.

1000 Ideen für Neulengbach: Eine Ideenwerkstatt in einem Leerstandsobjekt bietet den geeigneten Rahmen für Kreativität und Offenheit – beispielsweise zum Sammeln von Ideen und Wünschen für die Neugestaltung des Ortszentrums.

Beteiligung 2.0: mit digitalen Plattformen mehr Zielgruppen ansprechen

Jede zeitgemäße Beteiligung sollte auch digitale Optionen bieten. Dafür stehen eine Reihe von modernen Plattformen zu Verfügung. Eine Online-Befragung sollte mittlerweile Standard sein, wenngleich diese Befragungen leider oft zu langatmig und wenig ansprechend gestaltet sind. Dies führt zu geringen Abschlussraten und verfälscht das Ergebnis. Zeitgemäße Online-Beteiligungsplattformen können natürlich noch viel mehr. Beispielsweise können Bürger*innen auf einem 3D-Plan der Stadt Ideen und Anregungen posten, diese können dann wiederum von anderen Anrainer*innen kommentiert und bewertet werden. Der große Vorteil der digitalen Lösungen: Sie funktionieren vom Wohnzimmer aus, die Auswertung steht sofort zur Verfügung, und sie schaffen von Anfang an ein Gefühl der Transparenz.

Phasen und Grad der Partizipation transparent machen

Stichwort Transparenz: Das Beteiligungsprojekt muss von Anfang an als klarer Prozess visualisiert werden. Also beispielsweise: Erhebung, Grundlagenforschung, Befragungen, Ideenwerkstatt, Auswertung, Planung, Präsentation, Umsetzung. Es muss deutlich werden, in welchen Phasen Bürger*innen gefragt werden, wann sie Ideen einbringen können und wann sie die Möglichkeit der Mitentscheidung bekommen. Dabei muss nicht zwingend eine Ja-Nein-Abstimmung über das gesamte Projekt am Ende stehen. Häufig ist es sinnvoller, Detailaspekte des Projektes bewerten zu lassen. Also beispielsweise welche Gestaltungselemente werden als gut und welche als weniger gut befunden. Je nach Grad der Partizipation reicht das Spektrum von einfacher Information über Konsultation (z.B. Befragung, Ideenwerkstatt) bis hin zu Co-Creation und Enablement (z.B. echtes Mitgestalten oder sogar eigene Umsetzung).

Infografik zum Grad der Partizipation: Von Informieren über Befragen, Mitentscheiden und Mitgestalten bis hin zum Selbst gestalten.
Transparente Prozesse: Der Grad der Beteiligung sollte in jeder Phase offengelegt werden. Sammeln wir hier Ideen und Meinungen, oder kann man mitbestimmen?

Begleitende Informationsarbeit als Kampagne sehen

Für das Gelingen des Projekts müssen die betroffenen Zielgruppen zuverlässig erreicht werden. Ein Posting auf Facebook, ein Artikel in der Gemeindezeitung und ein Webbeitrag sind ein guter Anfang, aber leider nicht genug. Sehen wir die Informationsarbeit daher als echte Kampagne, die in mehreren Wellen verläuft: Am Anfang stehen Reichweite und Awareness. In dieser Phase müssen wir Ihre Bürger*innen bis zu 15 Mal über unterschiedliche Kanäle erreichen! Also Plakate, Social-Media-Werbung (nicht nur Postings!), Flyer an Haushalte, Unternehmen, Promotor*innen im öffentlichen Raum, persönliche Einladungen etc. In einer weiteren Phase erfolgt die Aktivierung zur Teilnahme – hier sind digitale Kanäle besonders effektiv. Es braucht eine inhaltlich gut gestaltete „Landingpage“ auf Ihrer Website. Und später geht es um das Rückspiegeln der ersten Ergebnisse und Planungen und die Möglichkeit des Bewertens. Die Projektplanungsphasen werden also durch eine genau abgestimmte Kampagne ergänzt. Mit einem klaren Ziel: Ihr Projekt erhält von Anfang an eine positive Dynamik.

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Bürger*innen besser zu erreichen und das Engagement zu fördern.

Scheuen Sie sich nicht länger vor partizipativen Prozessen. Wir sind Ihr Partner in Crime und haben das passende Beteiligungsformat für Ihr Projekt. Auf den Geschmack gekommen? Dann kontaktieren Sie uns, wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch.

Mag. Karl Hintermeier

Experte für Stadtmarken & Standortpositionierung

T: ‭+43 669 19338313‬

karl@message.at

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